Kapelle St. Georg in Roggenstein: Die Kirche ins Dorf lassen


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Öffnungszeiten

Die Kapelle ist von Mai bis Oktober jeden ersten Sonntag von 15 – 17 Uhr geöffnet.

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Rundgang

Bei einem kleinen Rundgang durch die Kapelle St. Georg erfahren Sie mehr über ihre Geschichte und Bedeutung.

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Inhalt : Die Kirche ins Dorf lassen

Die Kirche ins Dorf lassen - Begehbare Rauminstallation

Eichenau – Aufmerksamkeit und Interesse für ein mittelalterliches Kleinod soll in den kommenden Monaten eine begehbare Rauminstallation auf der Eichenauer Rathauswiese wecken. Der Verein zur Erhaltung der Kapelle St. Georg Roggenstein zeigt den Großteil des Innenraums des etwa 750 Jahre alten Kirchleins im verkleinerten Maßstab.

Ursula Mosebach, seit fast drei Jahrzehnten Vorsitzende des Vereins: „Wir wollen mit dieser Aktion besonders auf die ca. 600 Jahre alten gotischen Wandmalereien in St. Georg hinweisen, die zu den bedeutendsten in Oberbayern zählen.“ Sie sind auf einer etwa 34 Quadratmeter großen Bespannung zu sehen, die von einer Holzkonstruktion gehalten wird.

Diese hat die Eichenauer Firma Handelshauser, Bauunternehmen und Zimmerei, konzipiert, errichtet und dem Verein zu dessen 50jährigen Bestehen gespendet. Zwei Tafeln informieren über die Kapelle St. Georg und den Erhaltungsverein sowie über dessen umfangreiches Programm anlässlich seines Jubiläums im Jahr 2019.

Zu den Veranstaltungen zählen Festvorträge am 22. Mai um 19 Uhr im Bürgerhaus Emmering und am 24. Mai um 19 Uhr im Evangelischen Gemeindesaal in Eichenau sowie vier kurze Benefizkonzerte in der Kapelle selbst und zwar am 26. Mai um 11:30 Uhr und am 27., 29. und 30. Mai jeweils um 19 Uhr. Außerdem veranstaltet der Verein für die Erhaltung der Georgskapelle zusammen mit dem Eichenauer Maibaumverein und dem Burggesinde zu Ruggenstein am 1. Juni von 11 bis 20 Uhr im Hof von Gut Roggenstein ein Mittelalterfest.

Vor 50 Jahren war die St. Georgskapelle vom Verfall bedroht: Die Wände waren feucht, die wertvollen Wandmalereien aus dem frühen 15. Jahrhundert waren verschmutzt, mit Schimmel überzogen und an einigen Stellen abgeplatzt. Zudem war das Dach undicht und der Hozwurm im gesamten Dachstuhl und an der wertvollen Altarausstattung zugange.

Grund genug für den damaligen Eichenauer Bürgermeister Alfred Rehm, zusammen mit heimatverbundenen Bürgerinnen und Bürgern einen Erhaltungsverein zu gründen – mit dem sperrigen Namen „Verein für die Erhaltung der Kapelle St. Georg Roggenstein e. V.“ Dieser hat seither mit großem finanziellem und ehrenamtlichem Aufwand für Restaurierungen, Reparatur- und Erhaltungsmaßnahmen gesorgt, so dass sich nun das gotische Kleinod als ganz besonderes Schmuckstück von hohem kunsthistorischem Rang präsentieren kann. Davon kann man sich im Mai jeden Sonntag von 15 bis 17 Uhr überzeugen sowie von Juni bis Oktober jeden ersten Sonntag im Monat zur gleichen Zeit.